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Erster echter Handy-Virus
Glaubten Sie, der würde nie kommen?Schon oft wurde vor Handy-Viren gewarnt und es stellte sich schliesslich alles als Panikmache heraus. Doch jetzt ist ein echter Handy-Virus im Umlauf Er heisst "Cabir". Noch handelt es sich dabei "nur" um eine Machbarkeitsstudie, die keinen Schaden anrichtet. Aber Cabir kann sich bereits selbständig verbreiten. Dies tut er über die Bluetooth-Schnittstelle. Auch wenn "Cabir" selbst keinen Schaden anrichtet, so ist doch in den nächsten Monaten mit Handy-Viren zu rechnen, die Schaden anrichten werden. Betroffen sind alle Handys mit dem Symbian-Betriebssystem, sowie die 60er-Serie von Nokia. Zusätzlich ist eine Bluetooth-Schnittstelle erforderlich. Zu erkennen ist "Cabir daran, dass beim Einschalten das Wort "Caribe" auf dem Display erscheint. Zusätzlich ist bei befallenen Geräten der Akku beträchtlich schneller leer als normal. Dies kommt daher, dass "Cabir" ständig auf der Suche ist nach Handys in seiner Umgebung, auf die er sich weiter verbreiten könnte. Schützen kann man sich, indem man Bluetooth komplett dektiviert oder das eigene Gerät als "nicht sichtbar" konfiguriert. Auf alle Fälle sollten keine Bluetooth-Sendungen von unbekannten Absendern akzeptiert werden.
Intercom2000, Roland C. von Känel, Basel, 22.06.2004
Urheber von Sasser gefasst
ein Schüler wars.Innerhalb nur einer Woche konnte der mutmassliche Autor des Sasser-Wurmes festgenommen werden. Wie der Presse zu entnehmen war, handelt es sich um einen 18-jährigen Schüler aus Niedersachsen. Der Junge war sofort nach seiner Festnahme geständig. Nach den derzeitigen Erkenntnissen ist der junge Deutsche auch für die 28 Varianten des Netsky-Wurmes verantwortlich. Gemäss eigenen Angaben wollte er einen "Antivirus" gegen Bagle und Mydoom schaffen. So soll der Netsky-Wurm immer weiter entwickelt worden sein, bis schliesslich aus einer Modifikation der Sasser-Wurm entstand. Über die Tragweite seines Handelns und den angerichteten Schaden soll sich der Schüler keine Gedanken gemacht haben. Ihm droht eine Haftstrafe von 5 Jahren und sehr hohe Schadensersatz-Forderungen. Den Informanten, die Microsoft bei der Aufspürung geholfen haben, sollen nach der Verurteilung des Schuldigen 250000 Dollar ausbezahlt werden. Quellen: www.heute.de, www.pcwelt.de
Intercom2000, Roland C. von Känel, Basel, 12.05.2004
betrügerische Mails
kennen Sie Phishing-Mails?Über eine neue Art des Computer-Betrugs titelte Heise gestern. Diese Art der betrügerischen Mails hat nach Schätzungen des Marktforschungsunternehmens Gartner bereits Schäden in Milliardenhöhe verursacht. Es geht dabei um Mails, die sich als seriöse Nachrichten eines Finanzinstitutes tarnen. Darin wird der Empfänger dazu aufgefordert, seine persönlichen Daten, wie Passwörter und Pincodes upzudaten. Mit diesen Daten könnten Gauner ungehindert Ihr Geld von Ihrem Konto abstauben. Phishing-Mails sind nichts Neues, jedoch hat Ihr Aufkommen in den letzten 12 Monaten dramatisch zugenommen. Nach Schätzungen von Gartner hätten bereits 11 Millionen erwachsene US-Bürger auf eine Phishing-Mail reagiert Haben Sie also immer ein wachsames Auge und rufen Sie im zweifelsfalle bei Ihrer Bank an. Nachtrag: Die britische National Hi-Tech Crime Unit (NHTCU) hat gestern Donnerstag zwölf Personen festgenommen, die unter Verdacht stehen, Mitglieder einer Phishing-Bande zu sein. Die sechs Männer und sechs Frauen, die aus Estland, Lettland, Litauen, Russland und der Ukraine stammen, sollen die Bankkonten-Daten von Computer-Nutzern mittels gefälschter E-Mails und Banken-Websites ausspioniert haben. Laut englischen Medienberichten soll die Polizei Computer, Passwörter, Scheckbücher, Bankkarten und grosse Mengen an Kokain bei mehreren Adressen in London und Ramsgate in Kent beschlagnahmt haben. (Quelle des Nachtrags: Netzwoche Ticker)
Die Links zu diesem Artikel: http://www.heise.de/newsticker/meldung/47170
Intercom2000, Roland C. von Känel, Basel, 07.05.2004
Krieg der Viren
Jetzt bekämpfen sie sich gegenseitigDie Computer-Viren bekämpfen sich jetzt gegenseitig und das ist tatsächlich
ein Novum in der Geschichte der Viren.
Begonnen hat das alles mit der wohl schlimmsten Virenattacke seit dem legendären
"I love you"-Wurm als am 26.01.2004 MyDoom sich aufmachte, die Rechner
dieser Welt zu infizieren. Seither ist ein Kleinkrieg entbrannt, in dem sich die
Autoren der Viren "MyDoom", "NetSky" und "Bagle"
gegenseitig bekämpfen. Es scheint darum zu gehen, wer swe ungekrönte
König unter den Virenautoren ist. So enthalten die Viren teilweise sogar
beleidigende und im Quelltext verborgene Botschaften an die Adressen der Kontrahenten.
Bagle.I zum Beispiel enthielt die Botschaft, NetSky soll sich verpissen und das
Geschäft nicht ruinieren, Bagle.J enthielt die Botschaft: "Hey, NetSky
fuck off you bitch, don't ruine our bussiness, wanna start a war?"
Teilweise versuchen die Viren sich gegenseitig aus infizierten Sytemen zu entfernen
indem sie deren Prozesse beenden und deren Registry-Einträge entfernen. Teilweise
versuchen die Viren auf bereits infizierten Rechnern die bereits durch andere
Viren geöffneten Ports für ihre eigenen Zwecke zu verwenden.
Nach Experten-Meinungen geht es bei diesem Krieg um die Herrschaft über die
schätzungsweise 10000 Rechner, die ursprünglich von MyDoom geöffnet
wurden. Es macht ausserdem den Anschein, dass es sich hier nicht mehr nur um "Lausejungs"
handelt, die ein wenig Unfug betreiben. Vielmehr legt sich der Verdacht nahe,
dass es hier um kommerzielle Absichten geht, in einer unheiligen Allianz von Spam-Versendern
und Viren-Programmierern liesse sich ziemlich ordentlich Geld verdienen.
Angesichts dessen ist es für Sie besonders wichtig, Ihre Antivirensoftware
ständig aktuell zu halten. Sollte Ihr Computer noch ungeschützt sein,
können Sie sich im Security-Shop
mit entsprechender Software eindecken. Auf keinen Fall sollten Sie die Anhänge
aus Mails unbekannter Herkunft öffnen. Lesen Sie dazu auch mein Virus-Merkblatt.
Die Links zu diesem Artikel: Security-Shop Virus-Merkblatt
Intercom2000, Roland C. von Känel, Basel, 21.04.2004
Noch ein gutes Sicherheitsportal
Möchten Sie noch mehr über Computersicherheit wissen?Ich habe für Sie ein weiteres Schweizer Portal im Intenet gefunden, das sich die Sicherheit Ihres Computers auf die Fahne geschrieben hat. Bei Securityinfo.ch finden Sie weitreichende Angebote und Informationen für Ihre Sicherheit. Hier werden beispielsweise in leichtverständlicher und formschöner Sprache die wichtigsten Begriffe aus dem Bereich der Computer-Sicherheit erklärt. Sollte Ihr PC bereits infiziert sein, so erhalten Sie hier wichtige Erste-Hilfe-Hinweise. Sie finden hier Tipps gegen Viren, Hacker und Spam ebenso wie Software- und Bücherempfehlungen. Die sehr übersichtlich und geordnet aufgebaute WebSite bietet neben einem kostenlosen Online-Virenscanner auch einen Firewall-Check und ein kostenloses Paket für Ihren Grundschutz. Alles in allem handelt es sich bei Securityinfo.ch um eine professionell betreute und besuchenswerte WebSite, die Ihnen viele Tipps und nützliche Links zur Verfügung stellt.
Intercom2000, Roland C. von Känel, Basel, 08.03.2004
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